Facebook oder nicht Facebook, das ist hier die Frage
Seit Tagen, ach was Wochen, plage ich mich schon mit der Frage rum, ob ich mich bei Facebook anmelden soll oder nicht. Ich war ja schon einmal bei so einem "Netzwerk" angemeldet. Das habe ich aufgrund hartnäckiger Nachfragen von Menschen mit denen ich nichts (mehr) zu tun haben will gecancelt. Außerdem ist WKW ja eher so ein Hausmütterchen Netzwerk. Die verschicken da ASCII ART. ASCII ART!!! Wie retro ist das bitte? Ich glaube mein letztes Bildchen dieser Art war der "Ich hab dich lieb SMS-Hase" auf meinem 5110.
Back to Topic.
Ich habe letztens gelesen, Facebook wäre der "Telefonanschluss des Internets" so langsam kommt mir dieser Satz wie die Wahrheit vor. Nahezu jeder den ich kenne, inklusive den von mir via Twitter verfolgten, nutzen Facebook. Ich mache mal eine kleine Pro / Contra Liste, wenn ihr mögt, könnt ihr diese gerne in den Kommentaren erweitern. Ich würde mich über eine angeregte Diskussion freuen.
Pro:
- Sehr viele Leute die ich kenn nutzen den Dienst (wie bei ICQ
) - Ich könnte mitreden. Im Moment weis ich von Facebook nur eins, die URL
- Es lässt sich wunderbar mit den anderen Diensten verknüpfen, die ich gerne benutze.
Contra:
- Ein weiterer Zeitverbrenner, Twitter, Blog und YouTube brauchen schon genug Zeit.
- Es ist nicht gerade gut um den Datenschutz bestellt.
- Jeder Depp kann mich stalken, gut das geht jetzt auch schon...
- Ich habe keine Lust mich zu rechtfertigen, wenn ich eine Einladung in die "Saufen-Party-Ficken" Gruppe ablehne.
- Ich habe keine Lust mich zu rechtfertigen, wenn ich Freundschaftsanfragen von alten "Schulfreunden" ablehne.
So, jetzt seit ihr dran. Ich kann mir gerade echt keine Meinung bilden.
thinkJD
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Mai 4th, 2010
Re: Erreichbarkeit: Gibt es Leute, die Du unbedingt erreichen können musst aber keinesfalls anders als bei Facebook erreichen kannst? Falls das tatsächlich wider Erwarten der Fall sein sollte, sei froh, daß Du diese Spinner los bist.
Wenn Du nur die Funktionalitäten testen willst, probier’s mit einem Fake Account. Ansonsten kommt der Laden aufgrund seiner Datengier nicht in Frage, gegen die Jungs sind Google echte Waisenknaben… die tun zumindest noch so, als gäben sie sich Mühe mit der Privatsphäre ihrer Opfer.
Ansonsten gibt es hier überzeugendste Argumente, dort auszutreten bzw. gar nicht erst einzutreten:
http://www.businessinsider.com/10-reasons-to-delete-your-facebook-account-2010-5
Twitter: rabautz
Mai 4th, 2010
Hör auf Kiki!
Ebenfalls beantwortet dir deine eigene Seite deine Frage! Schau dazu nur in deine Tag-Cloud .. welches Wort ist größer … “Datenschutz” oder “Social”??
Willst du wirklich “alte Freunde” “wiederfinden”?? Was machst dann mit denen? Die packste dann in deine Freundesliste und da vergammeln sie dann.
“# Es lässt sich wunderbar mit den anderen Diensten verknüpfen, die ich gerne benutze.” Die Verknüpfung bewirkt nur, das Facebook dich besser kennenlernt und besser ihre Werbung auf dich zuschneinden kann. Sie haben keinen Mehrwert…
Der kack iLike Button, welcher sich nun über die ganzen Blogs und Seiten im Netz verbreitet, ist echt schrecklich. Ob du drauf klickst oder nicht, wenn du bei FB angemeldet bist und du auf ne Seite mit dem Button kommst, weiss FB es auch. Wehe meine Skripte blocken hier mal so nen Button!! *smiliemitgeballterfaust*
Es gibt mehr negatives über FB zu sagen als positives.
Lass es bleiben …
Twitter: thinkJD
Mai 4th, 2010
@Kiki
Danke für den Link. Das ist echt krass! Wie gesagt ich habe mich noch nicht ausreichend über Facebook informiert.
@Masterbot
Lustig, das Argument mit der Tag-Cloud hat ein Arbeitskollege heute auch gebracht
Kiene Angst, so einen Button wirst du bei mir nicht finden
Ich hätte ja gerne noch ein paar positive Kommentare gelesen. Nur so als Diskussionsgrundlage …
Mai 5th, 2010
Mein Lieblingsthema^^
Ich weiß gar ned wo ich anfangen soll – insofern wirds evtl. etwas durcheinander
Grundlegend: eigentlich sind diese sozialen Netze Recht unnötig – aber nicht weniger unnötig als so Selbstmitteilungsdienste wie Twitter.
Darüber hinaus verursachen beide Diensttypen bei vielen Leuten eine steigende Tendenz zum informationellen Exibitionismus.
Wenn ich jetzt allein mal dich JD nehme:
In deinem Blog gibt es diese Sidebar mit den ganzen Diensten die du nutzt:
Kontakt: ICQ Nummer steht drin -> im ICQ steht dein richtiger Name + Geburtsdatum
Twitter: Ich selber rauche zwar nicht, aber durch Passivrauchen bekomme ich manchmal mit was da steht -> du verlinkst mal auf dein Blog, sagst aber auch mal was du gerade machst oder gleich machen wirst.
google Profile: Korrekte PLZ + Ort
Damit weiß man einfach so schon ne ganze Menge über dich und das lässt sich seeehr gut fortsetzen.
Das macht Facebook nicht schlimmer, sofern man sich nich dem Exibitionismus hingibt und jeden Scheiss komplett und korrekt ausfüllt.
@Kiki:
Die Datensammlerwut jetzt so extrem auf Seiten Facebooks zu sehen und Google zu verharmlosen finde ich etwas – sagen wir – einseitig.
Während ich bei Facebook gar nicht mitzumachen brauche, komme ich um Google quasi gar nicht herum. Ich weiß nicht was aus Google Analytics Daten wird und wie die überwiegend verwendet werden. Anhand meines Such und Nutzungsverhaltens werde ich bei Google erschreckend genau mit personalisierter Werbung gespammt.
Nicht dass das bei anderen Diensten besser wäre (Amazon zb. is auch ein graus mit personalisierter Werbung) aber bei der Diskussion Facebook als böse hinzustellen und bei Google ist das ja irgendwie ned so schlimm, die “tun zumindest noch so” halte ich für eine gefährliche Einstellung.
@MasterBot: Irgendwie kann ich die Argumentation mit dem Like-Button ned verstehen – wo ist der bitte anders als die ganzen anderen blöden ‘Follow Me’ Buttons von Twitter, Google, reddit oder Tumblr?
Es ist halt sehr bequem für den User, aber transparent ist davon nichts…
@JD: Im Endeffekt musste selber wissen, ob dir Facebook (oder irgendein anderes soziales Netz) irgendwas bringt.
Datenkraken sind sie alle, mit der Sicherheit ist es auch nirgends so richtig weit her. Wenn du nen Dummyaccount anlegst, wirste vermutlich nach 10 Minuten Benutzung keinen Bock mehr haben, denn das Userinterface von Facebook ist grausig und total unübersichtlich.
Yazee!
Twitter: rabautz
Mai 5th, 2010
Kann ich dir gerne noch mal erklären…
Der ilike Button ist in einem iframe eingebettet, welches immer aufgerufen wird, wenn man auf eine Seite mit selbigen kommt. Wenn du nun z.B. bei Facebook angemeldet bist, bekommt Facebook eine gute Übersicht über dein Nutzungsverhalten. Es ist dabei egal ob man auf den Button klickt oder nicht. Der iFrame wurde aufgerufen, die Informationen an Facebook gesendet und im eigenen Profil abgelegt (und verarbeitet).
Bei Twitter ist es nur ein Button, den du auf deine eigene Seite einbindest und erst Informationen an Twitter schickt, wenn du auf selbingen klickst und den anderen in deine Liste aufnimmst. Ob über den Button oder direkt bei Twitter macht dann kaum einen Unterschied. … das mal so als Beispiel… wie das beiden anderen dreien geht, weiss ich nicht, da ich das nicht nutze.
Twitter, will ich jetzt nicht schön reden … da hast du vollkommen recht, dass viele immer und überall erzählen müssen wo sie gerade sind .. am besten mit Geokoordinaten .. aber man kann darüber sehr schnell und sehr einfach Informationen beziehen … Man muss halt nur wissen wie man damit umgeht.
Ich sehe aber, wir sind da auf der gleichen Linie ..
ps. noch ne Empfehlung: http://carta.info/26360/facebook-ein-sonderfall-im-oekosystem-des-internets/
Mai 5th, 2010
ah ok – das mit dem iframe wusste ich gar ned – siehste mal.
Twitter: thinkJD
Mai 5th, 2010
Name PLZ usw. ist kein Argument, schau in mein Impressum da steht alles. Wenn es nicht da stünde, hätte ich in kürzester Zeit eine Abmahnung im Haus. Man muss das eben abwägen, ob man damit leben kann oder nicht.
In dem Datenexibitionismus bei Twitter, Blog usw. Sehe ich kein Problem. Hier: http://www.thinkjd.de/2010/03/die-sache-mit-dem-datenschutz/ habe ich mich schon einmal dazu geäußert.
@MasterBot
Das ist ne krasse Geschichte. Du rufst also automatisch die Facebook Seite auf, sobald du eine solche Page betrittst. Facebook trackt dann seine User mithilfe ihres Cookies. Habe ich das richtig verstanden?
Twitter: rabautz
Mai 6th, 2010
Ich denke zum einen sind Cookies verantwortlich, zum anderen wird beim laden der Seite mit dem iFrame eine Anfrage an Facebook geschickt, die unteranderem die IP-Adresse beinhaltet. Wenn du nun bei FB angemeldet bist haben sie deine IP-Adresse gespeichert (und einen Cookie gesetzt) und vergleichen das nun mit der Anfrage von dem iFrame … so würde ich das erklären …
Ich finde es nur seltsam zu beobachten, dass dieser Button mit iFrame auch auf FB kritischen Seiten zufinden ist.
Twitter: thinkJD
Mai 6th, 2010
Sie infiltrieren uns, indem sie uns an unserem Geltungsbedürfnis packen.