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13Aug/10Off

Ein Tag im Technoseum

Als ich gestern Morgen gerade die Augen geöffnet hatte, mich gähnend die letzten Reste Augenbutter (Klickt ruhig auf den Link ;-) ) aus den Augen gerieben habe und mich zu Madame_Hutch umdrehte, stellte sie mir folgende bedeutende Frage:

"Willst du mit mir ins Technoseum gehen?"

Klar wollte ich! Und wie ich wollte!
Also hastig zwischen Hose anziehen und Zähne Putzen, einen Kaffee in die Birne geschüttet und ab nach Mannheim. Das letzte mal war ich im Technoseum als es noch "Landesmuseum für Arbeit und Technik" hieß und ich etwa 10 Jahre alt war. Um so mehr freute ich mich mal wieder dort hin zu kommen.

by Lukas Gerhold

by Lukas Gerhold

Nach dem etwas holprigen Start (Ich hatte mein Navi vergessen) konnten wir endlich mit den Karten in der Hand in den Aufzug steigen, dort fährt man in das oberste Stockwerk und läuft das Museum dann in einer Spirale von oben nach unten ab. Dabei bewegt man sich auf einem Zeitstral vorwärts durch die technischen Entwicklungen, angefangen von Papierherstellung über Weberei, Dampfmaschienen bis hin zu Nanotechnologie.

In diesem Artikel habe ich die Museumsdidaktik des Deutschen Museum in München gelobt, ich muss sagen Mannheim hat es noch besser gemacht. Die Infotafeln sind sehr verständlich und an allen wichtigen Stationen befindet sich ein Fernseher an dem man sich einen, meist gut gemachten, Film zum Thema anschauen kann. An allen Ecken und Enden rennen die "Technoscouts" rum, diese kann man nach Lust und Laune mit seinen Fragen löchern.

Der Druckermeister, welcher mir gleich am Anfang über den Weg gelaufen ist bekam das gleich mal zu spüren :-) Ich habe ihn dann mal ordentlich zum Thema Hand und Maschinensatz gelöchert. Als er mir erzählte, er hätte früher an einer Linotype gesetzt, war ich sofort Feuer und Flamme und hab mit der Teil in allen Deteils erklären lassen. Er hatt mir eine Linotypematritze in die Hand gegeben. EINE LINOTYPEMATRITZE!!!

Ich hätte nie gedacht, dass ich das Teil mal anfassen darf.
Ihm hat es sichtlich Spaß gemacht, sein Wissen zu teilen, er wollte uns gar nicht mehr gehen lassen.
Trotzdem ist man als Laie ohne Führung warscheinlich etwas überfordert. Man sollte sich also entweder einen Geek mitnehmen oder eine der vielen Führungen buchen :-)

Es gibt zwei Stockwerke im Museum, die speziell für Kinder zum Mitmachen einladen. Dort gibt es massig Versuche zum selbst ausprobieren, einiges davon auch geführt. So können die Kinder Stoffe weben, Kunststoff Spritzgießen und mit Hilfe von unzähligen Versuchen die Welt der Elektronik und Mechanik erkunden. Dem Gequicke nach zu urteilen hat ihnen das eine Menge Spaß gemacht und auch bei dem größten Muffel hebt sich die Laune schlagartig, wenn er mit einer echten Eisenbahn auf dem Museumsgelände mitfahren darf.

So genug geschwärmt, kommen wir zu den Bildern :-)

In Sachen Technikmuseen bin ich ein eiskalter Profi. Ich war schon in vielen Museen im Inland, aber auch im Ausland komme ich an keinem Technikmuseum vorbei. Besonderes Interesse hatte ich schon immer für automatische Fertigung, Materialforschung, Militärtechnik und natürlich Astronomie und Raumfahrt.
Wie schaut es bei euch aus? Geht ihr gerne in ein Museum oder reicht euch die Wikipedia?

thinkJD