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4Aug/10Off

Terminator, die ersten Schritte zum lernenden Roboter

In der Universität Bielefeld (JaJa, Bielefeld gibt es nicht), haben sich einige Wissenschaftler über das Lernen von Robotern Gedanken gemacht.
Besonders bei Industrie und Servicerobotern ist das interessant, ein Industrieroboter zum Beispiel lernt nur durch Nachmachen.
Man macht ihm etwas vor, indem man zum Beispiel seinen Arm an eine gewünschte Stelle bewegt, jetzt kennt er diese Stelle und kann sie beliebig oft wieder anfahren.

Das neue Konzept ist da etwas intelligenter, der Roboter soll einen Bezug zu den Objekten, mit denen er sich später beschäftigt, lernen. Dazu wurden taktile Sensoren, Spracherkennung und optische Sensoren zusammen gebracht.
Das ganze gewürzt mit einer ordentlichen Portion Software revolutioniert die Lernmethode grundlegend.

Der Roboter kann die Daten, welche er von seinen Sensoren bekommt individuell verknüpfen. In dem Beispielvideo lernt der Roboter, wie er einen Apfel zu greifen hat.
Dass es sich um einen Apfel handelt, hat er vorher schon gelernt und abgespeichert.
Wenn der Roboter erkennt, dass das Objekt mit dem er interagieren will, ein Apfel ist, kann er in seiner Datenbank umgehend die richtige Greifmethode suchen und beherzt zupacken.
Kennt er die Greifmethode noch nicht, frägt er nach und bekommt diese Information beigebracht. Er weis jetzt erstens, dass es ein Apfel ist und zweitens wie man ihn handlet.
So lernt er Stück für Stück neu dazu und kann die schon vorhandenen Informationshappen immer wieder in eine neue Aktion einfließen lassen.
Man könnte ihm zum Beispiel zeigen, wie man einen Entsafter bedient. Dann könnte man ihm zeigen, was eine Birne ist und wie man sie greift.
Jetzt hat der Roboter alle Informationen, um sowohl Apfel als auch Birnen zu entsaften.

Auch die Hardware ist äußerst interessant, es handelt sich um einen Torso, welcher dem Mensch als Kommunikationspartner dient. Die Arme sind vom Torso unabhängig.
Was mir persönlich besonders gut gefällt, ist der Arm selbst. Es handelt sich um einen Hybrid aus künstlichen Muskeln (Diese hatte ich hier schon einmal vorgestellt) und einer handelsüblichen seriellen Kinematik.

Was haltet ihr von dieser Lernmethode? Besonders für Serviceroboter fände ich so etwas äußerst interessant. Sie könnten alle grundlegenden Verhaltensweisen lernen und dann mit Hilfe von Trainern immer komplexere Handlungmuster "erarbeiten".

thinkJD