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6Nov/10Off

Ein paar CASTOR Fakten

Zuerst, ja ich bin ein Gegner von Atomenergie.

Warum ist ganz einfach erklärt, kein Umstand kann es rechtfertigen, Müll zu produzieren, der selbst in 2 Millionen Jahren noch tödlich strahlt.
Nur mal zum Vergleich, Menschen in ihrer heutigen Form gibt es gerade mal sei 6.000 Jahren auf der Erde. Wie kann man die Verantwortung für Ereignisse übernehmen, die vielleicht erst in den nächsten Millionen Jahren stattfinden werden? Richtig, gar nicht!

Daher ist es eine Schande gegenüber allen nachfolgenden Generationen. Von den katastrophalen Zuständen der alten Kernmeiler will ich gar nicht erst anfangen.

Ich habe eine sehr schön gemachte Doku gefunden, welche den Prozess relativ neutral zeigt. Ideal um sich einen kleinen Überblick über das Thema zu verschaffen:

Rein technisch betrachtet sind die Castoren echt tolle Behälter.
Sie haben die Aufgabe die Radioaktivität abzuschirmen (40cm Wandstärke), die Natur vor dem Inhalt zu schützen und vor allem die Wärme, welche durch den radioaktiven Zerfall entsteht, abzuleiten. Ihr Inhalt ist hochgradig radioaktives Material (das wirklich, richtig fiese Zeug), welches in Glas gegossen wurde.

Man nennt die fertigen Gebilde Glaskokille, sie sollen verhindern das eventuell eindringendes Wasser Material in die Umwelt spülen kann. Ob das funktioniert weiß man nicht. Man weiß noch nicht einmal was in dem Glas vor sich geht, welche Spaltprodukte sich gebildet haben und was sie mit der Glasstruktur machen.

Ein frisch befüllter Castor hat wie in der Doku schon erwähnt, eine Temperatur von 400°C. Nachdem der Behälter 30 Jahre stehend in einer Betonhalle gelagert wurde, hat er sich auf 200°C abgekühlt und kann in den Salzstock eingebracht werden. Natürlich ist dabei nicht klar, wie lange der Behälter dann noch durchhält.

Der Hersteller hat einige beeindruckende Videos von den Tests der BAM (Bundesanstalt für Materialforschung):

httpvp://www.youtube.com/view_play_list?p=77A72A07B42D84D4

Bei solchen Information ist natürlich immer zu beachten von wem sie kommen, dass sie öffentlich sind (aufgrund des großen Drucks auf die Verantwortlichen wären negative Informationen wahrscheinlich nicht öffentlich) und dass wir keine verlässliche Quelle über Versuchsaufbau und Durchführung haben. So waren die Castoren bei den Falltests zum Beispiel leer, man kann nicht wirklich sagen wie sich ein voll befüllter Behälter in der selben Situation verhält.

Wie steht ihr zu diesem Thema? Seid ihr dafür, dagegen oder ist es euch völlig wurscht?

thinkJD