Ein paar CASTOR Fakten
Zuerst, ja ich bin ein Gegner von Atomenergie.
Warum ist ganz einfach erklärt, kein Umstand kann es rechtfertigen, Müll zu produzieren, der selbst in 2 Millionen Jahren noch tödlich strahlt.
Nur mal zum Vergleich, Menschen in ihrer heutigen Form gibt es gerade mal sei 6.000 Jahren auf der Erde. Wie kann man die Verantwortung für Ereignisse übernehmen, die vielleicht erst in den nächsten Millionen Jahren stattfinden werden? Richtig, gar nicht!
Daher ist es eine Schande gegenüber allen nachfolgenden Generationen. Von den katastrophalen Zuständen der alten Kernmeiler will ich gar nicht erst anfangen.
Ich habe eine sehr schön gemachte Doku gefunden, welche den Prozess relativ neutral zeigt. Ideal um sich einen kleinen Überblick über das Thema zu verschaffen:
Rein technisch betrachtet sind die Castoren echt tolle Behälter.
Sie haben die Aufgabe die Radioaktivität abzuschirmen (40cm Wandstärke), die Natur vor dem Inhalt zu schützen und vor allem die Wärme, welche durch den radioaktiven Zerfall entsteht, abzuleiten. Ihr Inhalt ist hochgradig radioaktives Material (das wirklich, richtig fiese Zeug), welches in Glas gegossen wurde.
Man nennt die fertigen Gebilde Glaskokille, sie sollen verhindern das eventuell eindringendes Wasser Material in die Umwelt spülen kann. Ob das funktioniert weiß man nicht. Man weiß noch nicht einmal was in dem Glas vor sich geht, welche Spaltprodukte sich gebildet haben und was sie mit der Glasstruktur machen.
Ein frisch befüllter Castor hat wie in der Doku schon erwähnt, eine Temperatur von 400°C. Nachdem der Behälter 30 Jahre stehend in einer Betonhalle gelagert wurde, hat er sich auf 200°C abgekühlt und kann in den Salzstock eingebracht werden. Natürlich ist dabei nicht klar, wie lange der Behälter dann noch durchhält.
Der Hersteller hat einige beeindruckende Videos von den Tests der BAM (Bundesanstalt für Materialforschung):
httpvp://www.youtube.com/view_play_list?p=77A72A07B42D84D4
Bei solchen Information ist natürlich immer zu beachten von wem sie kommen, dass sie öffentlich sind (aufgrund des großen Drucks auf die Verantwortlichen wären negative Informationen wahrscheinlich nicht öffentlich) und dass wir keine verlässliche Quelle über Versuchsaufbau und Durchführung haben. So waren die Castoren bei den Falltests zum Beispiel leer, man kann nicht wirklich sagen wie sich ein voll befüllter Behälter in der selben Situation verhält.
Wie steht ihr zu diesem Thema? Seid ihr dafür, dagegen oder ist es euch völlig wurscht?
Twitter: rabautz
Das ganze Atom-Strom-und-Müll Unterfangen ist ein riesiger Witz!
Mittels der Heuchler von CDU/CSU … das waren die, die ihre christlichen Werte so groß schreiben -.- aber nicht wirklich danach leben, weil man damit nichts verdient …und der Lobby FDP, kam es zur Verlängerung der Laufzeiten der AKWs. Folge daraus ist jede Menge Atom-Müll die ins Land gekarrt und auf Kosten der Steuerzahler eingelagert wird.
Diese drei Parteien riskieren das Leben der Bürger in diesem Land wegen Profit!
Da fragt man sich doch wer hier die Terroristen sind. Hier befinden sich vor allem die, die in der Umgebung des Zwischenlagers bzw. Endlager. in größerer Gefahr wegen dem radioaktiven Müll, als jemals durch einen Terroristen umzukommen. Dazu kommen dies AKWs die ebenfalls eine tickende Zeitbomben sind.
Diese Schweinepriester machen den dicken Reihbach zusammen mit den Energiekonzernen und der Bürger zahlt mit seiner schwer erschufteten Kohle und Leben.
Für mich ist diese Gefährdung der Menschen, wegen Kapital, ein Grund um diese Personen des Landesverrat zu bezichtigen.
Bezüglich der Castoren an sich kann ich nur sagen, dass der scheiss da drinnen länger strahlen wird als die Behälter halten werden.
Eine große Lachnummer ist auch noch, dass sich die CDU/CSU Politiker dagegen wehren, ihren gewollten Atom-Müll im eigenen Bundesland zu lagern. Die Gründe die sie anbringen sind mehr als verlogen und niederträchtig.
Beispiel gefällig? Panorama letzte Folge:
http://daserste.ndr.de/panorama/media/panorama585.html
Hans-Peter Lehmann Bürgermeister von Mühlhausen… als der Nicht-Geologe aber CDU-Parteimitglied (CDU-Kreisverband Konstanz)
hat mit die schlagkräftigsten Argumente warum bei denen nicht das Atomklo aufgemacht wird:
“Salzstöcke halten sich wesentlich besser” gelesen wo? CDU Kreisblatt?
Dazu lebt er ja in einer sensibleren Gegend .. nicht nur wegen der Geologie .. wie er so schön gelesen hat .. nein wegen der ach so schönen Bodenseelandschaft und Ferienregion ..
Im Beitrag muss man mal auf die Mimik und Sprache achten, er ist von seinen Lügen selbst nicht überzeugt.
“Äh äh äh” zeigt schon die gewisse Unsicherheit und Tendenz zur Lüge. Zudem zeigt die Mimik, dass er von dem nicht wirklich überzeugt ist, was er da gerade sagt.
Max Straubinger (CSU) hat angst um seine Wählerstimmen … hallo? Mal abgesehen davon das ich ebenfalls nicht überzeugt bin, das deren Gebiet sicherer ist, verweigert er aber schon vornherein eine weitere Suche nach einer besseren Lösung. Niederträchtig!
Günther Öttinger (CDU) .. Lügt schon beim ersten Satz .. na juckt das Auge
“Es gibt in der deutschen Politik eine klare Linie. Die begann mal in einem breiten Konsens damit Gorleben zu untersuchen und alles andere wäre im Augenblick ein verlassen des früher einmal im breiten Einvernehmen getroffenen Vorgehens”
Kein wirkliches Argument… einfach leeres und typisches Politiker-Blah-Blah. Ohne Sinn und Verstand. Wenn eine schlechte Lösung vor Jahren gefunden wurde ist es nun NICHT an der Zeit eine bessere zu finden? Mit solchen Leuten gibt es keinen Fortschritt!
Zu Stoiber muss man wohl nichts mehr sagen.
Atomenergie ist nur für die entsprechenden Konzeren und Politiker ein lukratives Geschäft und das ganze auf kosten der Gesundheit der Bürger.
Twitter: thinkJD
Wieder einmal ein super Kommentar von dir!
Ich finde es, wie oben schon erwähnt, ebenfalls eine Frechheit was da getrieben wird.
Wir müssten sofort aussteigen, die dümmlichen Argumente es gäbe keine Alternative ist absoluter Schwachsinn. Wir könnten den Energiebedarf zum Beispiel problemlos mit Wasserenergie aus Norwegen decken.
Letztendlich geht es wie du schon sagst um das liebe Geld. Der Rückbau wird teuer, das wussten wir aber schon beim Bau der Giftschleudern.
Twitter: thinkJD
Ich habe mir eben den Beitrag angesehen und bin entsetzt.
Was ich besonders lustig finde: “Es geht darum eine einmal getroffene Entscheidung zu erhalten”
WTF? Da halten sie sich sonst auch nicht dran. Wollen sie riskieren, dass uns die ganze Scheiße ins Grundwasser gespült wird? Diese Ignoranz bringt mich zum Kochen!
Twitter: NerdTrash
Ich weiß nicht, vielleicht liegt das an mir oder meiner Denkweise, aber die Wasserenergie aus Norwegen, die Du ja auch bei mir bereits schon einmal geschrieben hast, ist nicht die Lösung des Problems. So kommt es mir jedenfalls gerade vor. Eine mögliche Alternative von vielen, ja. Aber auch nicht ohne gewisse Konsequenzen, die man tragen muss. Aber ich wiederhole im Prinzip nur das, was bereits bei mir steht. Ach, irgendwie sind wir uns einig, und irgendwie doch nicht
Hmm, der Nerd in mir fragt sich gerade aus purem technischen Interesse, welche Verluste wohl bei einer Seeleitung pro Km auftreten. Und wie sich der Preis wohl entwickelt, wenn ein Industrieland komplett auf Atomstrom verzichten würde. Interessantes Szenario.
Twitter: thinkJD
Ich antworte dir, lass mir nur ein wenig Zeit, das ist nicht so einfach
Twitter: thinkJD
Schön, dass du das frägst.
Das ist nämlich ein extrem spannendes Thema!
(Ich weiß nicht, wie weit du in der Materie bewandert bist, also laber ich einfach mal drauf los)
ein Generator erzeugt im Normalfall 3-Phasen-Wechselstrom. Dieser ist für Seekabel aber nicht geeignet, der Grund ist die Kapazität der Leitung aufgrund des geringen Abstands zur Erde. Außerdem treten in einem Wechselstromnet immer, wenn eine Kapazität oder Induktivität im Spiel ist, Blindleistungen auf. Diese können nichts, fließen aber trotzdem. Aus diesem Grund wird der Strom mit Thyristoren in eine Gleichspannung umgerichtet. Diese kann mit einer einzigen Leitung (der andere Pol ist Erde) übertragen werden. Man nennt diese Technik HGÜ (Hochspannungs Gleichstrom Übertragung).
Am anderen Ende der Leitung befinden sich wieder riesige Mengen von lasergesteuerten Thyristoren, welche den Strom wieder zu einem Wechselstrom umrichten.
Um die Stromstärke im Kabel “gering” zu halten, wird die Spannung auf einige 100-Kilovolt erhöht (P=V*I) so kann auch mit geringem Strom eine Menge Energie übertragen werden.
Mehr Infos? Guck mal hier:
http://www.dpg-physik.de/dpg/gliederung/ak/ake/tagungen/vortragssammlung/99/06-Haeusler.pdf
http://de.wikipedia.org/wiki/Seekabel
http://de.wikipedia.org/wiki/Hochspannungs-Gleichstrom-%C3%9Cbertragung
Twitter: NerdTrash
Awesome shit, die Links.
Ein kleines bisschen Elektrotechnik kann ich, so munkelt man zumindest
Ob man sich mal einen Meter davon als Testsample von solchen Kabeln schicken lassen kann? Mein Chef würde ziemliche Augen machen, wenn so ein Prügel auf dem Tisch liegen würde.
Twitter: thinkJD
Ich glaube nicht, alleine die Versandkosten von einem Meter stahlarmierten Kupferkabel…
Warst du schon einmal im deutschen Museum?
Da haben sie ein komplette Abteilung für Hochspannungstechnik. Du würdest nicht glauben, was da für ein Aufwand betrieben wird.