FaceBook Privatsphäre frisieren
Lange hab ich überlegt, soll ich, soll ich nicht, soll ich (beliebig weiterführen)... Jetzt hab ich ihn:
Den FaceBook Account, die Kür des sozialen Netzwerkens, die Startseite der Zukunft, die Werbetafel des Teufels und so weiter.
Ihr müsst wissen, das war gar nicht so einfach für mich. Ich habe da so einen Spleen:
Wenn ich etwas tue, von dem ich genau weiß, dass ich es nicht tun sollte, muss ich diese Tat immer vor mir selbst rechtfertigen.
Ich meine FaceBook pah wer will da schon einen Account. Der Datenschutz und was weiß ich... ihr kennt das.
Auf jeden Fall habe ich mir jetzt eine passende Argumentationskette zurechtgelegt und bin in das Netz der nicht anonymen eingestiegen.
Ich könnte euch jetzt einen kleinen Erfahrungsbericht geben und euch etwas über die Unarten dieses Netzwerks erzählen, welche mir auf den ersten Blick aufgefallen sind, mach ich aber nicht.
Ich will euch lieber von meinem Hauptproblem und der (vorläufigen) Lösung erzählen:
Füher oder später kommt man an einen Punkt, an dem ein zum Beispiel Arbeitskollegen in der Freundesliste (was für ein dämlicher Name ... "Freundesliste") auftauchen.
Wie ihr wisst, sind alle Kollegen grundsätzlich böse auf der Suche nach Bildern, auf denen ihr bei einem Moment des rückwärts Essens auf der letzten Party fotografiert wurdet ![]()
Ihr könnt "Arbeitskollegen" auch durch "entfernte Bekannte" oder "Hobbystalker" ersetzen.
Es muss also eine Möglichkeit geben, die Informationshappen entsprechend zu filtern.
Nun ja den gibt es auch, allerdings schwer zu finden. Macht aber nichts, mit meinem Fünf-Punkte-Plan werdet ihr für gewisses Publikum so undurchsichtig wie Glasbausteine:
- Zuerst legt ihr Listen an, bei mir sind das Tweeple, Kollegen, Freunde, Bekannte, Familie.
Im Nachhinein wäre es schlauer gewesen die Gruppen einfach Stufe 1, Stufe 2, Stufe 3 usw. zu nennen.
So kann man Personen einfacher umgruppieren, sollten sie doch mal mehr Vertrauen genießen. - Wenn das erledigt ist, schaut ihr in eure Privatsphäre Einstellungen und klickt auf den Button benutzerdefiniert.

- In diesem Menü könnt ihr nach Herzenslust Informationen zugänglich machen oder verbergen.

- Achtung, jetzt kommt der Clou, in dem Drop down Menü befindet sich noch ein Eintrag benutzerdefiniert. Wenn ihr diesen angeklickt habt, bekommt ihr folgendes Fenster zu sehen:

- In dem Feld "Das vor folgenden Personen verbergen" tragt ihr jetzt einfach den Namen der Liste ein, welche ihr im ersten Schritt erstellt habt.
Schon sind diese Infos für die Personen in der Liste im stealth mode. Eine sehr praktische Option, wie ich finde.
Was haltet ihr davon? Arbeitet ihr auch mit Listen, habt ihr gar keinen Account und müsst euch so erst gar nicht mit dem Kram rumärgern?
Kommentare sind, wie immer, gerne gesehen
thinkJD
Ach ja, ich wollte euch noch sagen, wo ich die Info gefunden habe. -> hier entlang.
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November 4th, 2010
Also, generell achte ich erst einmal drauf, dass Informationen wie solche erst gar nicht bei FB auftauchen, Fotos vom letzten Partywochenende wo man doch etwas zu weit gegangen ist oder kontroverse Aussagen. Und sonst achte ich drauf, wen ich in meiner Freundesliste habe (Chefs würde bei mir erst gar nicht reinkommen, das wäre mir ein zu “privates Verhältnis”).
Aber Listen wären mir auch die Dauer irgendwie zu… anstrengend. xD Da würde ich nach ein paar Monaten keine Lust mehr zum Einsortieren haben.
November 4th, 2010
Als Selbständiger ist man vom Gesetz her verpflichtet so viele Informationen öffentlich zu machen, dass die paar Informationen in FB die noch dazu kommen, den Bock nicht fett machen. Ich “arbeite” auch mit Listen, aber nur um das Geschäftliche ein wenig vom beruflichen zu trennen. Kollegen in Übersee interessiert es wenig was ich wann oder wo regional machen. Neue Arbeiten oder neue Blog-Artikel hingegen können schon interessant sein. Ich filtere das einfach nur, um nicht mit “Spam” zu nerven
Twitter: thinkJD
November 4th, 2010
Da hast du recht. Ich muss auch als Privater ein Impressum angeben, Gerne mache ich das sicher nicht…
Die Listen als Spamfilter zu nutzen ist auch ein guter Ansatz! Ich hatte ganz am Anfang meinen Twitter-Feed in FB, habe aber schnell gemerkt, dass es nichts bringt. Die Zielgruppe ist einfach zu unterschiedlich.
Twitter: thinkJD
November 4th, 2010
Mit Facebook ist es ein bisschen so wie mit Twitter, es macht erst Spaß, wenn man mal ne gewisse Menge an Leuten zusammen hat.
Dabei kann es vorkommen, dass Leute auftauchen, mit denen ich einen nicht so engen Kontakt habe. Die sollen dann auch nicht alles über mich wissen.
Chef in der Liste wollte ich auch nicht unbedingt, würde ich die Anfrage ablehnen. Ich weis es noch, da käm wieder das “Schere im Kopf” Problem.
Finde ich zumindest.
Ob das mit dem pflegen der Listen klappt wird sich noch zeigen, hab ja gerade erst angefangen
Twitter: rabautz
November 4th, 2010
Daten die man in sozialen Netzen preisgibt mit Impressum zu vergleichen ist schon arge Selbsttäuschung!
Das soziale Netzwerke nicht aus nächstenliebe den Platz für persönliche Informationen anbietet, sollte jedem klar sein.
Da steckt ein Geschäftsmodell hinter, welches diese Daten und Informationen nutzen um Profit zu erziehlen.
Zudem ist Facebook alles andere als sicher. Jeden Monat findet jemand bei Facebook irgendeine Lücke die irgendwer ausnutzt um Profile und Informationen abzuzapfen. Zudem bietet Facebook mit den verkackten Spielen auch noch die Vorlage und die meisten können mehr oder minder legal Daten beziehen.
Selbst bei den Spielen war es eine ganze Zeit so, dass Daten einfach so weitergegeben wurden, egal ob man diese genutzt hat oder nicht. Dazu musste nur wer aus der “Freundesliste” diese App nutzen und schon wurden die Profile aus der FReundeliste ausgelesen und nach irgendwo kopiert. Dies nach zu vollziehen ist nahezu unmöglich.
Ebenfalls ist bei Facebook problematisch das die Daten in den USA gespeichert werden. Zwar unterliegen sie dem Safe Harbor Abkommen, welches aber nachweislich so gut wie keinen Nutzen hat. Man gibt im Grunde seine persönlichen Daten aus der Hand und überlässt sie irgendwelchen Leuten die damit Geld machen. Nur wofür?
Toll ist auch die Adresssbuch-Sync-Funktion. Wenn ich irgendwen mal dabei erwische wie er diese Funktion nutzt, wohlmöglich noch meine Daten an Facebook und Co überträge, dem zerschlage ich seinen/ihren Rechner und Handy oder bekommt von mir eine Anzeige wegen unerlaubter Datenweitergabe (siehe BDSG).
Ich könnte noch mehr Gründe aufzählen, aber das wird mir zu lang.
Ich kann jedem nur raten, vorallem internationale soziale Netzwerke, die keinen Firmensitzt in der EU haben, zu meiden.
Twitter: thinkJD
November 4th, 2010
Vermutlich hast du völlig recht. (viel mehr kann ich dazu nicht schreiben)
November 5th, 2010
Klar hat er recht, aber in einem FB-Profil steht auch nur das was ich reich schreibe.
November 5th, 2010
masterbot hat ja schon alles Nötige gesagt. Ergänzen würde ich vielleicht um den Hinweis, daß Facebook gerne unangekündigt seine Parameter ändert und alle persönlichen Einstellungen, die man ursprünglich zum Thema Privatsphäre mal vorgenommen hat, plötzlich zum Teufel sind und man de facto mit heruntergelassenen Hosen im Scheinwerferlicht steht. Wer geht schon jeden Tag in die Einstellungen und kontrolliert, ob alle Häkchen noch am rechten Fleck sitzen?
Facebook? Never ever, jedenfalls nicht als Privatperson.
Twitter: thinkJD
November 5th, 2010
Echt?
Dass sie gerne die AGBs ändern war mir bekannt, dass sie die Optionen ändern allerdings nicht.
Twitter: rabautz
November 6th, 2010
Na, habt ihr wen in eurer Freundesliste der gerne den “i Like Button” drückt?
Dann hofft mal das sie keine “Schotterer” sind:
http://derstandard.at/1288659623221/Castor-Protest-Ermittlungen-wegen-Gefaellt-mir-auf-Facebook-moeglich
Und das hat nicht mal mit den von euch selbst eingegebenen Daten zu tun.
ps. über den i Like Button kann Facebook tracen wo sich angemeldetet Benutzer rumteriben, auch ohne diesen zu drücken