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20Jul/12Off

Aus Virtuell wird Physisch Teil 1

In meinem  Lieblings Hackerspace, dem RaumZeitLabor, haben wir ein neues Spielzeug bekommen. Einen Ultimaker 3D-Drucker. Grob gesagt handelt es sich dabei um eine Heißklebepistole, welche sich auf drei Achsen Bewegen kann. Dabei drückt sie Kunststoff durch eine Düse und kann so Schicht für Schicht Objekte ausdrucken.

Was man damit machen kann will ich euch mal an einem Beispiel erklären:

Wir haben einen Konferenztisch im Raum, aus Komfortgründen möchte man da natürlich Steckdosen haben, dass all die Nerds ihre Rechner besaften können. Da die Tische gerne auch einmal anders gestellt werden wollen, muss die Verdrahtung natürlich flexibel sein. Also bekommt jeder Tisch auf der Unterseite je eine Steckdose und einen Stecker. Die Stecker haben wir in einer Abzweigdose unter dem Tisch aufgelegt. Genau hier gibt es jetzt ein Problem. Man braucht eine Zugentlastung, dass die Stecker nicht versehentlich aus der Dose gerissen werden.

Jetzt könnte man natürlich irgendetwas zusammenpfuschen (der berühmte Kabelbinder hinter dem Würgenippel, die Elektriker wissen was ich meine) oder man kann es richtig machen. An dieser Stelle kommt dann der 3D-Drucker ins Spiel. Also habe ich fix das 3D CAD OpenSCAD angeworfen und ein kleines Script geschrieben.

Nach dem kompilieren sah die Zugentlastung dann so aus:

Unter den beiden Stegen kann ein Kabelbinder gezogen werden, der das Kabel in der Mulde fixiert und an den zwei Löchern wird das Teil unter den Tisch geschraubt. Nachdem das Modell kompiliert und exportiert war, wurde das Modell mit Hilfe eines Slicers in kleine Scheiben geschnitten. So wird aus einem 3D Modell ein 2D Schichtmodell, das jetzt vom Drucker verarbeitet werden kann. Danach konnte das Modell endlich von der virtuellen Welt in die reale überführt werden :)

Der Druck ist noch nicht wirklich gut, das liegt aber daran, dass wir noch nicht die optimalen Einstellungen gefunden haben. In Unserem Log könnt ihr euch über die Fortschritte informieren und allerlei andere Dinge ansehen, die bis jetzt aus dem Drucker gefallen sind. Ach ja, falls ihr auch eine Zugentlastung für zu Hause braucht. Hier könnt ihr euch das SCAD-File herunterladen.

thinkJD

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