Ich klick mir mal nen Stuhl
Schaut euch mal dieses geniale Konzept an.
Es handelt sich dabei um eine Software, mit der man ähnlich Google SketchUp einfache 3D Objekte zeichnen kann. In diesem Fall speziell für Stühle.
Nachdem man seinen Traumstuhl zusammengeklickt, und mit dem eingebauten Testprogramm die Physik und Ergonomie getestet hat, kann man sich den Stuhl einfach ausdrucken.
Dazu werden von der Software Profile erstellt, die zusammengesteckt den fertigen Stuhl ergeben. Es kann erst ein Sample mit einem Plotter ausgeschnitten werden, ist man mit dem Ergebnis zufrieden, spuckt die Software CNC Daten für eine Fräse oder einen Laser Cutter aus.
Ach was rede ich, schauts euch selbst an
(via)
Ihr wollt auch einen coolen Stuhl selbst machen? Dann holt euch doch die Software und testet es aus
Bei MyHammer sollte sich jemand finden lassen, der einen Waterjet oder Laser Cutter hat und euch günstig Maschinenstunden zur Verfügung stellt. Was haltet ihr davon? Ich bin total begeistert!
thinkJD
Wie funktioniert ein Sternenprojektor?
Gestern Abend war ich mit Madame_Hutch, Shakkes und Stefan im Planetarium um "Die Welt durch Hubbles Augen" zu sehen.
Das Planetarium Manheim hat 2003 oder so ein Upgrade bekommen. Sie haben mit dem "Universarium" der Zeiss-Modellreihe IX den modernsten Projektor der Welt.
Nach der Vorstellung, die übrigens sehr cool war, bin ich natürlich sofort zu dem Shop gerannt, um mir ein Buch über den Projektor zu kaufen....
Sie hatten keins!
Ich verstehe das nicht, der Projektor fährt majestätisch, von 20 Lampen (Ich hab gezählt) angestrahlt in die Kuppel, begleitet von dramatischer Musik als wollte er sagen "Hier bin ich, schaut mich an!" Dann projeziert er durch ein Gebilde von mindestens 19 Linsen einen perfekten Sternenhimmel an die Decke und ich kann nirgendwo nachlesen wie es funktioniert?
Man könnte fast meinen im Planetarium ginge es um die Sterne
Naja, man hat ja Internet... Alles kein Problem
Hier also die spärlichen Infos, die ich sammeln konnte.
Die alten Projektoren funktionierten noch mit Lochblenden, welche einfach vor einer Linse für die Sternenprojektion sorgten. Bewegungen der Himmelskörper wurden dabei durch komplexe Getriebe im Projektor realisiert. Sie Bestanden meist aus zwei Kugeln, eine für die Nord und eine für die Südhalbkugel. Der Projektor kann so, durch drehen um die Vertikale oder Horizontale Achse, den Sernenhimmel jeder beliebigen Stelle der Erde, zu jeder beliebigen Zeit projezieren.
Die neuen Projektoren wie in Mannheim, arbeiten nicht mehr mit Lochblenden, diese wurden durch Lichtleiter ersetzt, welche auf einer Art Dia enden. So sind auch mehrfarbige Darstellungen (durch Filter vor den Fasern) und eine wesentlich kompaktere Bauform möglich. Durch die schrittmotorgesteuerte Sternenkugel (den Starball), können die Sterne auch von anderen Punkten als der Erde beobachtet werden, man kann die Betrachterposition virtuell im Raum verändern. Das geht so weit, dass man die Betrachterposition sogar aus dem Sonnensystem schieben kann, wenn man das möchte. Mit der alten Technik war das so nicht möglich. Zusätzlich zu dem Hauptprojektor sind noch Nebenprojektoren für die veränderlichen Himmelskörper wie Mond, Merkur, Venus und so weiter vorhanden.Durch die Einzelprojektion dieser Himmelskörper, kann auf die komplexe Getriebemechanik verzichtet werden. Was wiederum eine wesentlich einfachere Mechanik zur Folge hat.
Die neueste Generation funktioniert mit Lasern, welche die Sternenpunkte an die Decke werfen. Das bringt eine wesentlich größere Bildschärfe bei geringerer Anschlussleistung und wahrscheinlich auch geringere Herstellkosten. Genniale Lösung wie ich finde. Leider habe ich kein Bild von einem solchen Gerät.
Mehr konnte ich leider nicht herausfinden, nichtmal ein Bild von einem geöffneten Projektor habe ich gefunden
Vielleicht könnt ihr mir helfen, habt ihr noch Infomaterial zur Hand? Habt ihr ein Bild von einem geöffneten Projektor oder vielleicht sogar Insiderinfos? Immer her damit, ich bin was dieses Thema angeht wie ein Schwamm.
thinkJD
Das Cybraphon
Heute ist mir heute ein unglaublich cooler Automat über den Weg gelaufen.
Er besteht aus 60 einzelnen vollautomatischen Instrumenten, die in einem Schrank untergebracht sind.
Zusammen mit vielen vielen Kabeln, Motoren und Rechnern wird aus dem Kasten Cybraphon
das Cybraphon
Das Cybraphon überwacht mithilfe verschiedener Dienste, wie twitter, Facebook, Google, Flickr und so weiter seine Popularität im Internet. Je nachdem wie viel darüber berichtet wird, steigt seine Stimmung, was sich dann auch in der gespielten Musik widergespiegelt.
Seine aktuelle Stimmungslage und massenhaft Infos wie und warum es funktioniert, könnt ihr auf der offiziellen Homepage nachlesen.
Gefunden -> Hier
thinkJD
Ein Tag im Technoseum
Als ich gestern Morgen gerade die Augen geöffnet hatte, mich gähnend die letzten Reste Augenbutter (Klickt ruhig auf den Link
) aus den Augen gerieben habe und mich zu Madame_Hutch umdrehte, stellte sie mir folgende bedeutende Frage:
"Willst du mit mir ins Technoseum gehen?"
Klar wollte ich! Und wie ich wollte!
Also hastig zwischen Hose anziehen und Zähne Putzen, einen Kaffee in die Birne geschüttet und ab nach Mannheim. Das letzte mal war ich im Technoseum als es noch "Landesmuseum für Arbeit und Technik" hieß und ich etwa 10 Jahre alt war. Um so mehr freute ich mich mal wieder dort hin zu kommen.
Nach dem etwas holprigen Start (Ich hatte mein Navi vergessen) konnten wir endlich mit den Karten in der Hand in den Aufzug steigen, dort fährt man in das oberste Stockwerk und läuft das Museum dann in einer Spirale von oben nach unten ab. Dabei bewegt man sich auf einem Zeitstral vorwärts durch die technischen Entwicklungen, angefangen von Papierherstellung über Weberei, Dampfmaschienen bis hin zu Nanotechnologie.
In diesem Artikel habe ich die Museumsdidaktik des Deutschen Museum in München gelobt, ich muss sagen Mannheim hat es noch besser gemacht. Die Infotafeln sind sehr verständlich und an allen wichtigen Stationen befindet sich ein Fernseher an dem man sich einen, meist gut gemachten, Film zum Thema anschauen kann. An allen Ecken und Enden rennen die "Technoscouts" rum, diese kann man nach Lust und Laune mit seinen Fragen löchern.
Der Druckermeister, welcher mir gleich am Anfang über den Weg gelaufen ist bekam das gleich mal zu spüren
Ich habe ihn dann mal ordentlich zum Thema Hand und Maschinensatz gelöchert. Als er mir erzählte, er hätte früher an einer Linotype gesetzt, war ich sofort Feuer und Flamme und hab mit der Teil in allen Deteils erklären lassen. Er hatt mir eine Linotypematritze in die Hand gegeben. EINE LINOTYPEMATRITZE!!!
Ich hätte nie gedacht, dass ich das Teil mal anfassen darf.
Ihm hat es sichtlich Spaß gemacht, sein Wissen zu teilen, er wollte uns gar nicht mehr gehen lassen.
Trotzdem ist man als Laie ohne Führung warscheinlich etwas überfordert. Man sollte sich also entweder einen Geek mitnehmen oder eine der vielen Führungen buchen
Es gibt zwei Stockwerke im Museum, die speziell für Kinder zum Mitmachen einladen. Dort gibt es massig Versuche zum selbst ausprobieren, einiges davon auch geführt. So können die Kinder Stoffe weben, Kunststoff Spritzgießen und mit Hilfe von unzähligen Versuchen die Welt der Elektronik und Mechanik erkunden. Dem Gequicke nach zu urteilen hat ihnen das eine Menge Spaß gemacht und auch bei dem größten Muffel hebt sich die Laune schlagartig, wenn er mit einer echten Eisenbahn auf dem Museumsgelände mitfahren darf.
So genug geschwärmt, kommen wir zu den Bildern
In Sachen Technikmuseen bin ich ein eiskalter Profi. Ich war schon in vielen Museen im Inland, aber auch im Ausland komme ich an keinem Technikmuseum vorbei. Besonderes Interesse hatte ich schon immer für automatische Fertigung, Materialforschung, Militärtechnik und natürlich Astronomie und Raumfahrt.
Wie schaut es bei euch aus? Geht ihr gerne in ein Museum oder reicht euch die Wikipedia?








