Sennheiser MM 400 Testbericht
Wenn ich alleine unterwegs bin, habe ich so gut wie immer einen Kopfhörer bei mir. Auch im Büro kann so ein Teil von unschätzbarem Wert sein. Man kann sich von seiner Umwelt abkoppeln und konzentrierter arbeiten. Vor allem dann, wenn man in einem recht lauten Büro mit recht lauten Kollegen sitzt wie ich.
Da mir meine in ear Kopfhörer langsam auf den Wecker gingen, was zum einen an dem nervigen Kabel und zum anderen an der schlechten Passform lag, fiel die Entscheidung für einen neuen Kopfhörer recht leicht.
In Ear wollte ich keine mehr haben. Das geht jetzt auch ohne Probleme, da im Moment alle mit "normalen" Kopfhörern rumrennen. Vor zwei Jahren wäre man mit diesen Dingern noch aufgefallen wie ein bunter Hund. Im Moment ist es eher umgekehrt ... aber Moment, ich schweife ab.
Ich wollte also Kopfhörer mit einer großen Membran. Das bringt Klang und vor allem satten Bass. Kabellos sollten sie sein, weil ich es leid war, die dämlichen Kabel zu entwirren und so zu verlegen, dass sie mich nicht stören.
Dann die letzte Anforderung, sie sollten sich gut anfühlen. Ihr müsst wissen, ich stehe total auf gute Haptik. Dinge müssen sich gut anfühlen. Ich hasse es, wenn sich etwas nach billigem Plastik anfühlt, etwas wackelt oder auf andere Art schlecht verarbeitet ist.
Nach langem recherchieren und filtern bin ich dann auf den Sennheiser MM 400 Kopfhörer gestoßen. Wenn ich das richtig sehe, ist das der einzige Kopfhörer, der meine Erwartungen erfüllt. Den großen Bruder MM 450 fand ich auch recht verlockend, war aber nicht bereit für NoiseGard 100€ Aufpreis zu zahlen. Nicht lange überlegt, geklickt und schon zwei Tage danach stand der DHL-Mann mit meinem neuen Headset (der Kopfhörer hat ein integriertes Mikrofon, so ist auch telefonieren und Sprachsteuerung möglich) vor der Tür.
Schon beim auspacken ging die Awesomeness los. In der Verpackung finden sich neben dem eigentlichen Headset eine Tasche zum Transport, ein Ladegerät mit fünf verschiedenen Steckdosenadaptern (keine Ahnung für welche Länder). Einen Flugzeugadapter sowie eine Leitung mit 3,5mm Klinkenstecker, um auch bei leerem Akku noch Musik genießen zu können.
Dank A2DP landet der Sound in Stereo auf der Birne und mit der iOS Version 4.1 hat Apple es endlich geschafft AVRCP einzubauen. So kann man auch mit dem iPhone die Navigationstasten an der rechten Ohrmuschel zum Fernbedienen des Players nutzen.
Den Klang finde ich bis jetzt super, aber man muss natürlich erwähnen, dass die im A2DP definierte Kompression der Daten verlustbehaftet ist. Man kommt also nicht ganz an CD-Qualität ran. Ich finde das nicht weiter tragisch, der Gewinn an Bewegungsfreiheit und Komfort macht das für mich wieder wett. Dass die Kompression nicht die Beste ist liegt unter anderem auch an meinem Player. Android soll angeblich besseren Klang liefern, das habe ich allerdings nicht getestet.
Fazit:
Bei dem Sennheiser MM 400 handelt es sich um ein solides, sehr gut verarbeitetes Headset. Es dämpft die Umgebungsgeräusche sehr gut, sodass auch leises Musik hören möglich ist. Die weichen Ohrpolster sorgen für hohen Tragekomfort bei gleichzeitig festem Sitz. Einziges Manko ist der Preis, der mit 160€ nicht gerade niedrig ausfällt.
Nachtrag:
Ich höre abends im Bett gerne Podcasts. Da ich meine Frau dabei nicht beim schlafen stören will, ist die Lautstärke entsprechend leise. Wenn dann kein Signal vom Player kommt, kann man ein leises Fiepen hören. Sobald ein Signal kommt, ist es wieder weg.
Ihr habt fragen zu dem Teil? Dann schreibt mir einfach einen Kommentar
thinkJD