Wichtig ist nur eins!
Es kommt nicht darauf an, was ihr macht, wie weit oben ihr auf der Karriereleiter steht oder mit welchen Leuten ihr euch umgebt.
Es ist nicht wichtig, was andere von euch halten oder welche Rolle ihr denkt erfüllen zu müssen.
Es interessiert nicht, wie viel Geld ihr habt oder was ihr euch leisten könnt.
Es ist unwichtig, welche Kleider ihr tragt.
Wichtig ist nur eins!
Dass ihr mit euch und dem was ihr macht glücklich seid. Völlig egal, was es ist.
(via)
Es ist mir ehrlich gesagt egal, wie abgedroschen das klingt. Ich merke in letzter Zeit immer mehr, dass es einfach die Wahrheit ist.
thinkJD
Ich und der Fuuuuuuuu-Punkt
Achtung, Achtung, es folgt ein vor Selbstmitleid strotzender Artikel, bitte weitergehen!
Wer sich beruflich und privat viel mit IT beschäftigt (seinen Charakter auf 70 Leveln meine ich nicht), kommt früher oder später an einen Punkt.
Ich nenne ihn den "Fuuuuuuu-Punkt"
Ist man an ihm angekommen, läuft es meist nach dem gleichen Schema ab. Man denkt ernsthaft darüber nach, den ganzen Kram sein zu lassen und sich ein anderes Hobby zu suchen. Man hat keine Lust mehr auf die ganze Scheiße (ich habs nicht so gemeint), meckert, zetert und rebelliert, holt sich einen Kaffee und geht zurück an die Arbeit. Daraus schließe ich, wir sind letztendlich Masochisten und stehen auf den Scheiß…
Im Gespräch mit anderen „Computertypen“ merkt man schnell, dass man nicht der Einzige ist dem es so geht. Nicht umsonst führen wir die Burn-Out Statistiken an. Oder sind zumindest stark am Aufholen.
Was mich interessiert ist, wie kommt der Fuuuuuuu-Punkt überhaupt zustande?
Was bewegt uns weg vom liebsten Hobby nur um im Anschluss wieder darauf zurück zu kommen.
Meine Gedanken dazu möchte ich euch (wie immer) nicht vorenthalten.
Meiner Meinung nach liegt es am fehlenden oder falschen Feedback.
Positives Feedback ist ohnehin extrem selten, ob das an fehlendem Verständnis der Vorgesetzten\Kunden\Auftraggeber liegt oder ob es schlicht Ignoranz gegenüber dem meist introvertierten und somit sozial (vermeintlich) schlechter gestellten IT-Menschen ist kann ich jetzt nicht beurteilen. Fakt ist, es gibt selten ein „Junge, das hast du echt gut hin bekommen“.
Ein weiterer Fakt ist, wenn einmal, auch nur die kleinste Kleinigkeit, nicht wie erwartet funktioniert. Eskaliert die Situation schneller, als Jansen einen Internet-Reset-Knopf fordert.
Hattet ihr mal ne hysterische Sekretärin an der Strippe, die das (von ihr geforderte) neue Office 2007 Paket installiert bekommen hat? Falls ja, wisst ihr genau was ich meine.
Ich habe ein paar Freunde die im Firstlevel Support arbeiten. Die könnten euch Geschichten erzählen, da wird’s einem schlecht bei.
Zu den oben genannten Problemen, kommt noch ein weiteres hinzu. Wir können nicht richtig abschalten, zumindest die Meisten von uns.
Der Gabelstaplerfahrer geht nach Feierabend einfach nach Hause. Dort gibt es erstens keinen Stapler zum rumfahren und zweitens zerbricht er sich garantiert nicht den Kopf, in welches Regal er heute was eingeräumt hat. Bei den IT-Leuten ist das anders.
Zuhause angekommen, zieht man noch einmal ein Resümee über den Arbeitstag, denkt darüber nach, ob man diese oder jene Codezeile nicht noch eleganter hin bekommt. Wenn man Pech hat, wird man angerufen sich doch mal „schnell“ per VPN ins Netz zu hängen und einen Bug zu fixen. Da ist es doch kein Wunder, wenn man irgendwann ausklinkt.
Was könnte man tun?
Dass Feedback wichtig ist, habe ich ja schon geschrieben. Vielleicht sollte man selbst mal etwas austeilen. Zum Kollegen ins Nachbarbüro gehen, sich ein wenig über sein Projekt unterhalten und einfach mal sagen: „Hey, das war ne coole Idee. Kannst du mir mehr erzählen? Ich würde das bei mir auch gerne so umsetzen.“
Beim Gespräch mi einem Vorgesetzten, kann man auch gerne mal die Leistungen eines Kollegen zu Sprache bringen. „Ja, das hat der XY programmiert. Ist doch Wahnsinn wie schnell das lädt oder?“
Glaubt mir, ihr steht dadurch nicht schlecht oder schwach da und falls es euer Kollege mit bekommt, könnt ihr euch sicher sein, dass er euch auch mal einen kleinen Dienst erweist. Dass solche Aktionen Wunder wirken, was das Arbeitsklima angeht, brauche ich wohl nicht zu erwähnen.
Weiterhin sollte man nicht alles so schwer nehmen. Ich versuche mich immer in die Lage des (im Moment) hilflosen Users, zu versetzen. Dann versteht man einen Wutausbruch evtl. besser. Ich höre mir die Geschichte einfach mal an und versuch freundlich zu einer Lösung zu kommen. Mir ist es schon oft passiert, dass einen Tag später das „Arschloch“ aus der Buchhaltung angerufen hat, um einfach mal danke für die unkomplizierte Lösung zu sagen.
Kopf hoch Jungs (und Mädels) das wird schon.
Habt ihr auch ein paar wilde Geschichten auf Lager? Dann lasst mir doch einen Kommentar da, Feedback und so, ihr wisst schon
thinkJD
unterschwelliger Rassismus
Gespräche die ungefähr so anfangen:
„Ich habe ja nichts gegen Ausländer, aber“
Die braune Suppe, die danach kommt kann man sich eigentlich schon sparen. Ich habe mir angewöhnt bei solchen Äußerungen sofort nachzuhaken: „Also hast du doch etwas gegen Ausländer?“ Das hilft meistens, so muss man sich nicht noch mehr von dem Mist anhören. Ich nenne das unterschwelligen Rassismus ![]()
Es geht durch alle Altersgruppen und alle sozialen Schichten. Ich dachte das wäre typisches Gelaber, von Stammtischphilosophen und Menschen, die sich ihre Meinung „Bilden“ lassen (kann man für so einen Satz ne Abmahnung kassieren?), stimmt aber nicht. Auch von meiner Meinung nachmündigen Bürgern habe ich ähnliche Sätze schon gehört.
Wenn ihr mich fragt, alles Blödsinn. Klar, es gibt Problemfälle, sich dann über die „Türken“ oder die „Russen“ aufzuregen löst nicht das Problem.
Man muss sich stattdessen fragen, warum es so ist. Womit wir bei meinen Lieblingsthemen der letzt zwei Monate angekommen sind.
Wollen wir eine Moschee in die Innenstadt bauen?
Ja!
Warum?
Ganz einfach, wir haben Religionsfreiheit. Das Steht in unserer Verfassung, sie gilt für alle, die in diesem Land leben und das ist auch gut so. Wo ist das Problem? Habt ihr Angst, dass ein Hassprediger die Gemeinde anstiftet Kofferbomben zu basteln? Schon einmal daran gedacht, dass der Hass auf Gegenseitigkeit beruht? Dem Muezin würde ich natürlich nicht erlauben alle fünf Stunden lautstark zum Gebet zu rufen. Die Freiheit des einen endet dort, wo die des anderen beginnt.
Wollen wir eine türkische Schule?
Ja! Ich kann auch begründen warum ich das so sehe. Viel Gewalt resultiert aus der Tatsache, dass die Jugendlichen keine Perspektive haben. Sie wissen genau was passiert wenn sie die Schule ohne Abschluss verlassen. Das ist aber auch kein Wunder, wie soll ich in Mathe, Physik, Chemie usw. mitkommen, wenn ich nicht einmal die Sprache verstehe in der Unterrichtet wird. Es gibt in Deutschland, Englische Schulen, Holländische Schulen was weis ich was für Schulen. Warum sollte es keine Türkischen geben? Warum sollten wir Menschen die unsere Sprache nicht verstehen Bildung verweigern? Warum wollen wir zulassen das diese Menschen am Materiellen und Geistigen Existenzminimum leben müssen und in der U-Bahn Rentner verkloppen?
In einer anderssprachigen (Ich vermeide mal den Begriff. „Türkische“) Schule kann in der jeweiligen Landessprache unterrichtet werden. So können die Schüler wesentlich besser auf das spätere Leben im schönen Deutschland vorbereitet werden. Deutsch kann im Fremdsprachenunterricht intensiv durchgekaut werden. In den höheren Klassenstufen könnte man die Unterrichtssprache Deutsch (oder Englisch, Deutsch verliert eh an Bedeutung) nach und nach auf die Nebenfächer ausweiten.
Das liebste Argument in dem Zusammenhang. „Geh doch mal in die Türkei, meinst du da kann man eine Kirche oder Schule bauen?“ Mal abgesehen davon, dass dies möglich ist, fällt mir nur eine passende Antwort ein:
Wir sind nicht in der Türkei, wir sind in Deutschland! Wir haben ein Grundgesetz, wenn ihr den Sinn dahinter verstanden hättet, würdet ihr nicht so reden.
Wir haben freie Meinungsäusserung, einer der Gründe warum die NPD nicht verboten werden kann. Auch das finde ich gut. Mann kann nicht auf der einen Seite von freier Meinung reden und dann alles zensieren, was einem nicht in den Kram passt. Ich bin froh in einem Land zu leben wo mir als Bürger noch genug Mündigkeit zugesprochen wird, nicht auf die Deppenparolen dieser Partei zu hören und mir meine Meinung selbst zu bilden.
Wie seht ihr das? Ich freue mich schon auf eine tolle Diskussion
thinkJD
Bist du ein Hacker?
Ich wurde letztens gefragt was ein Hacker ist. Dazu habe ich mir ein paar Gedanken gemacht, meine geistigen Ergüsse könnt ihr im Folgenden lesen:
Ein Hacker interessiert sich für Technik. Dabei meine ich nicht, dass er den neuesten Flachbildfernseher im Wohnzimmer stehen hat und das neueste Gadget in der Tasche. Nein, ein Hacker möchte wissen was in seiner Umwelt vor sich geht, er möchte Technik begreifen. Er will wissen, warum die Straßenbahn so große Widerstände auf dem Dach hat und warum aus dem Radio Musik kommt.
Ein Hacker macht gerne Fehler, denn sie zeigen ihm neue Möglichkeiten. Er hinterfrägt sie, um sie bei Bedarf wiederholen zu können. Try and Error ist sein zuverlässigstes Werkzeug.
Hacken hat nicht unbedingt mit Computern zu Tun.
- Eine Kaffemaschine gefrickelt aus Metallschrott, ist ein Hack!
- Eine Visitenkarte, die auf Knopfdruck selbst eine Nummer wählt, ist ein Hack!
- Tomaten die 45 Tage frisch bleiben, sind ein Hack!
- Kaviar, welcher nach Melone schmeckt, ist ein Hack!
Jeder kann hacken, jeder sollte hacken. Nur wer seine Umwelt begreift, ist in der Lage Ungereimtheiten darin zu entdecken. Jeder hat Ideen, der Hacker setzt sie um. Dabei sind ihm die aktuellen Grenzen egal.
Hacker sind Künstler!
Bist du ein Hacker?
thinkJD