Gestern hatten wir einen super Workshop in meinem Lieblings Hackerspace dem RaumZeitLabor in Mannheim.
Fabster gab mit viel Liebe zum Detail seine Erfahrung in der hohen Kunst der Leiterplattenherstellung zum Besten. In der Galerie könnt ihr die einzelnen Schritte gut nachvollziehen. Zuerst wurde das Negativ via selbst gebautem GesichtsbräunerScannerBelichter belichtet. Der nicht ausgehärtete Fotolack wurde im nächsten Schritt (entwickeln) gelöst. Man kann auf dem zweiten Bild gut erkennen, wie sich der Lack in feinen Schlieren von der Platine löst.
Nach 15 Minuten in der Ätzküvette löst sich das nun unbelackte Kupfer bei molligen 50° in der NatriumPerSlufatLösung.
Auf dem Bild fünf und sechs könnt ihr das Ergebnis bewundern. Ich war echt erstaunt, dass wir es geschafft haben bei nahezu jedem Versuch, reproduzierbar gute Ergebnisse zu erzielen. So wie es ausschaut, bin ich mit meinen bis dato so geliebten Lochrasterplatinen fertig. Man wird älter (und erfahrener).
Eine genaue Beschreibung des Prozess könnt ihr in unserem Wiki nachlesen.
Auf meinen Planetariumsartikel bekam ich mehr Resonanz als gedacht. Über eine Sache habe ich mich besonders gefreut, dass es nicht in den Kommentaren untergeht, mache ich einen eigenen Post daraus. Die wissenschaftliche Leiterin des Berliner Planetariums hat zufällig auch ein Blog, und was man dort findet, lässt das GeekHerz höher schlagen. Massenhaft Bilder, des gerade im Umbau befindlichen Berliner Planetariums! Freundlicherweise darf ich mir einige davon kopieren, wer sagt da schon Nein? ?
Sie haben da noch einen etwas älteren Projektor, der gerade generalüberholt wird. Danach wird sich ein Powerdome Velvet Projektionssystem von Zeiss dazu gesellen. Den Projektor des Systems könnt ihr hier sehen:
Vollständig wird das System erst mit der dazugehörigen Serverfarm. Hier werden die Bilder in "Echtzeit" gerendert, bevor sie an die Kuppel geworfen werden. Auch wenn analoge Projektoren in Sachen Kontrastverhältnis ganz klar die Nase vorn haben denke ich, dass digitale Systeme wie "Powerdome Velvet" die imposanten analogen Projektoren vom Markt dräng?en werden.
So viel gibt es bei dem digitalen System ja nicht zu sehen, schauen wir uns lieber ein wunderschönes analoges Planetariumsgerät an:
Auf diesem Bild seht ihr das schon teilweise zerlegte Planetariumsgerät. Die Linsen und Lochblenden sind schon komplett ausgebaut. Der Zeiss Mitarbeiter an dem Gerät verdeutlicht gut die Größe des Aufbaus. Der mittlere Steg, der beide Kugeln miteinander verbindet, beinhaltet eine ganze menge Getriebe. Diese sind dazu da, die veränderlichen Himmelskörper in der richtigen Position zu drehen. Das wirkt sich nicht gerade förderlich auf die Größe des Projektors ab. Planetariumsgeräte der neuesten Generation, besitzen daher extra Projektoren um diese Himmelskörper darzustellen. Diese werden einzeln von einem Computer in die richtige Position gebracht und mit dem Starball synchronisiert. Wollt ihr mehr Infos?? Dann schaut mal hier vorbei.?
Das ist auch ein ganz tolles Bild, wenn ich mich nicht irre sieht, man darauf die Lochblenden. Durch diese fällt später das Licht und trifft als Sterne an der Kuppel auf. Stellt euch nur die Präzision vor, die diese an den Tag legen müssen. Die Punkte müssen später auf einer Kuppel von mehreren Metern Durchmesser, mit genau der richtigen Helligkeit an einer exakten Position leuchten. Habt ihr schon einmal versucht einen Laserpointer, über acht Meter Entfernung, ruhig auf dem Punkt zu halten? Mich würde brennend interessieren, wie diese hergestellt werden.? Falls jemand Infos dazu hat, ich freue mich immer über Post ?
Wenn ihr noch mehr geekige Bilder, wie dieses sehen wollt, schaut doch einfach mal auf dem Blog der Sternenguckerin vorbei. Ein Besuch lohnt sich!?
Zuerst, ich hasse den Begriff Idol, da schwingt etwas mit das mir nicht gefällt. Also beschreiben wir es etwas anders:
In dieser kleinen Serie will ich euch ein paar Menschen präsentieren, die mich wirklich begeistern, inspirieren oder motivieren.
Im ersten Teil geht es um *Trommelwirbel*
Jeri Ellsworth
by Jason Scott
Sie ist Chipdesignerin und Hacker. Man kennt sie vor allem durch ihre FPGA Projekte und ihren "C64 DTV". Dabei handelt es sich um eine Spielekonsole, welche mit 30 ROMs von alten C64 Spielen geliefert wurde. Am ersten Verkaufstag, wurden über 70.000 Geräte abgesetzt. Der von ihr entwickelte Chip im Inneren, war ein kompletter Nachbau eines C64. Sie hat dazu den kompletten C64 reverse enginiert und in einen Chip gegossen. Alle relevanten Leitungen, hatte sie heraus geführt, beschriftet und mit Lötpads versehen. So konnte jeder Bastler das Teil zu einem vollwertigen C64 aufbohren.
Wie jeder anständige Geek hat auch sie eine ausgeprägte Sammelleidenschaft, in ihrer Sammlung befinden sich mittlerweile 43 Flipper Automaten und 3 Elektronenmikroskope. Zusammen mit George Sanger macht sie unter dem Namen "The Fatman and Circuit Girl" einen tollen VideoPodcast den ich euch unbedingt ans Herz legen möchte.
Kommen wir zum Entertainment teil der Veranstaltung
Wenn sie nicht gerade an ihrem Lasershow Lippenstift bastelt
oder Marshmallow Peeps mit einem Laser abfackelt,
zeigt sie wie man mit einfachen Hausmitteln einen N-Kanal Mosfet selbst herstellt.
Was, ihr meint ein Silizium Waffer ist kein einfaches Hausmittel? Also habe hier einen liegen
Ich hoffe der erste Teil der Serie hat euch gefallen.
Wisst ihr was ein Gleichrichter ist?
Dabei handelt es sich um ein Ding, welches aus Wechselspannung (Steckdose) Gleichspannung (Batterie) macht. Während, ohne Gleichspannung, heut rein gar nichts mehr geht, wurde sie früher eigentlich nur für einige Sonderfälle gebraucht. Motoren oder Galvanisieren sind da zwei passende Buzzwords.
Man muss noch erwähnen, dass Wechselspannung weitaus einfacher zu "produzieren" (<- eigentlich umwandeln, das ist aber ein anderes Thema) ist als Gleichspannung. Das war früher schon so und hat sich auch nicht groß geändert.
Ein Gleichrichter besteht meist aus Dioden oder Thyristoren, dank Silizium kein Problem. Doch was war vor der Entdeckung dieses "Wunderwerkstoffs"? Damals gab es, zu diesem Zweck, das wohl schönste Stück Vintage Hardware das ich jeh gesehen habe.
Darf ich vorstellen, der Quecksilberdampfgleichrichter:
Zonk43
Auf dem Bild seht ihr ein Modell, welches aus einer 3-phasigen Wechselspannung, eine sehr glatte Gleichspannung mit hoher Leistung macht. Wie der Name schon sagt, enthält die Kugel eine große Menge Quecksilber. Dieses befindet sich im unteren Bereich. Über dem See aus Quecksilber befinden sich eine oder mehrere Heizelektroden. Sie verdampfen das Quecksilber, welches im oberen Bereich der Birne wieder kondensiert und in den See zurück fließt. So entsteht in der Birne eine leicht ionisierbare Athmosphäre. Um die Röhre in Gang zu bekommen, wird sie erst einmal aufgeheizt. Dann muss sie gezündet werden, mit Hilfe eines Magneten wird eine Eektrode in den See eingetaucht. Beim Auftauchen zündet ein Lichtbogen. Jetzt wandert dieser Lichtbogen zu dem gerade positiv geladenen Ärmchen. Wird das nächste Ärmchen positiver, wandert der Lichtbogen zur nächsten positiven Elektrode und so weiter. Wie ein Ventilator Am unteren Ende, kann am Quecksilbersee eine Gleichspannung abgegriffen werden.
Während die Frequenz der Spannung auf dem vorherigen Video zu Demozwecken reduziert war, könnt ihr die Röhre im folgenden Video richtig in Aktion sehen. Achtet auf die Lichtpunkte am Boden, dort seht ihr richtig gut, wie der Lichtbogen von Elektrode zu Elektrode wandert.
Ist das nicht wunderschön?
Nachtrag:
Ein moderner Siliziumgleichrichter mit gleicher Leistung wie oben gezeigt, schaut heute übrigens so aus:
Zum vergleich, das Teil ist etwa so groß wie fünf gestapelte 2-Euro Stücke.