thinkJDs Blog WhooHoo es blinkt!!!

26Mai/119

MoodPxl v1.0 das vorläufige Projektende

Da bin ich wieder!

Alles abgeschlossen, geTeXt, gedruckt, gebunden, optimiert, präsentiert, bewertet,  aus, vorbei! Endlich wieder Zeit für mein Blog und ein paar spannende zukünftige Projekte (ich hab da schon so einiges auf Lager).

Sagt Hallo zu MoodPxl v1.0:

Demnächst werde ich euch dann mit den technischen Details bombardieren.

thinkJD

 

5Okt/101

Exkursion zum “Karottenschlosser”

Um mal das richtige Leben kennen zu lernen (HöHöHö), sind wir, also unsere Schulklasse, am Montag in Schifferstadt gewesen.

In diesem unscheinbaren Örtchen mit knapp 20.000 Einwohnern,
befindet sich eine der größten Karotten Wasch-, Sortier- und Verpackanlagen Deutschlands.

Es sind ca 300 Menschen beschäftigt.
Dazu kommt noch eine ganze Menge Personal auf den umliegenden Feldern um die Wahre anzubauen, zu ernten und so weiter.

Für mich als bekennender Fan von Fördertechnik kam das natürlich supergelegen,
so bekommen die Regelleute in unserer Klasse (Ihr wisst schon, wer gemeint ist ;-) ) auch mal in den Genuss einer gesteuerten Anlage.

Besonders faszinierend ist die Simplizität einiger Lösungen, das bekommt man in der Fördertechnik oft und vor allem ausgiebig zu sehen.

Um hier nicht meine Video/Text Quote zu versauen,
zeige ich euch am besten einfach ein Video, das ich schnell zusammengeschrammelt habe.

Besonders interessant ist die Wiegestation:

Habt ihr euch schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie man eine schnell nachrückende Wahre in handliche Häppchen "zerwiegen" kann?

Mit der im Video gesehenen Vorrichtung ist das kein Problem. Die Waage besitzt ca. 20 Waagschalen.
Das sind die dreieckigen Behälter im Video. Darüber kommt das Förderband welches an dem Vereinzeler endet.
Die Klappen des Vereinzelers können pneumatisch gesteuert werden. Immer wenn die Steuerung erkennt, dass eine Wiegeschale gerade geleert wurde, lässt der Vereinzeller ein paar Karotten durch.

Diese landen in einer der Waagschalen, die Steuerung rechnet jetzt aus, welche Behälter geöffnet werden müssen, um das voreingestellte Gewicht zu erreichen.

Kleines Beispiel gefällig?

Waage

Schale Gewicht
1 100g
2 500g
3 80g
4 400g
5 220g
6 300g
7 200g
8 0g
9 100g

Ihr seht sofort, die Steuerung muss Folgende Schalen öffnen um ein kg zu erreichen:
2 + 3 + 5 + 7

2 = 500g
3 = 80g
5 = 220g
7 = 200g
das sind zusammen genau 1000g und damit 1 kg.

Cool oder?

Unten läuft ein Förderband, genau eine halbe Umdrehung.
Das portionierte Gemüse, ist bereit für die Verpackungsanlage, wo noch einmal zarte Frauenhände zum Einsatz kommen.
Sie prüfen ob die Karotten den Qualitätsansprüchen von Großkunden wie zum Beispiel Edeka genügen.

Hier noch was zum gucken:

Das Video ist übrigens komplett auf dem iPhone entstanden.
Ich kann die iMovie App nur empfehlen, leicht zu bedienen und man kommt extrem schnell zu einem Ergebnis.
Ideal um ein paar langweilige Minuten zu überbrücken.

thinkJD

29Sep/100

Die erste “iPad-Klasse” in Österreich, wers braucht…

Als ich heute Morgen im Reader über diesen Artikel gestolpert bin, musste ich mir erst einmal auf die Lippe beißen, um erstens einen bissigen Kommentar zu verkneifen und zweitens nicht Loszulaschren (eine Mischung aus schreien und / oder Lachen).

Da haben die doch tatsächlich eine komplette Schulklasse mit iPads bestückt. Das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur unterstützt dieses Projekt. Was mich eigentlich so zum Lachen brachte, ist der folgende Satz:

Neben zahlreichen Apps wie z.B. “Die Elemente”, iBooks und CourseNotes, finden sich für den Musikunterricht auch iGuitar Pro, Drum Meister und Piano auf den Apple Tablets.

Mal ehrlich, Musikunterricht mit dem iPad Piano? Die Elemente? Wozu? Wem nützt das?

Ich glaube man benötigt keinen PC oder gar ein iPad im Unterricht.
Was ich wirklich gut fände, wäre ein eBook Reader. Es muss heute wirklich nicht sein, dass die Schüler Unmengen von teuren Büchern täglich in die Schule und wieder nach Hause schleppen.

Ein spezieller Computer für die Schule wäre auch in Ordnung, der Lehrer sollte dabei aber immer die volle Kontrolle über alle Inhalte behalten. Was allerdings erstens mit unseren Lehrern nicht möglich ist und zweitens mit einem normalen PC/Tablet nicht umzusetzen ist.

Warum so krass?

Naja, ich habe Erfahrung damit :-)

Ich glaube nicht, dass PCs die Produktivität im Unterricht oder die Qualität des Unterrichts steigern. Eher das Gegenteil ist der Fall, man wird abgelenkt. Der Bildschirm übt eine so große Anziehungskraft aus, dass manche Schüler nicht mehr schaffen ihren Blick davon zu lösen. Die Verlockung schnell etwas anderes zu tun ist zu groß. Vor allem heute, wo jeder Zweite eine UMTS-Karte besitzt.

Das gleiche Problem kann man auch im Job beobachten. Man verpasst allen ein Blackberry, um ihre Erreichbarkeit und somit Produktivität zu steigern.
Leider erreicht man oft nur den umgekehrten Effekt, alle sitzen nur noch Blackberry starrend in Meetings, alle guten Ideen verpuffen zwischen dem nächsten Kalendereintrag und der lustigen Mail aus der Personalabteilung.

Wie seht ihr das?
PC im Unterricht? Ja oder doch lieber nein? Fluch oder Segen?

thinkJD

6Sep/1010

Ich packe meine Tasche

Bei der Pieprincess bin ich auf dieses grandiose Stöckchen gestoßen.
Was befindet sich in eurer Tasche? Was schleppt ihr Tag für tag mit euch herum und vor allem, warum?
Ich mache gleich mal den Anfang:

Da ist es ja schon, das gute Stück :-)
Jetzt habe ich mich auch gleich als Umhängetaschentyp geoutet. Ich habe vor einem halben Jahr den Rucksack durch diese Tasche ersetzt.
Rucksäcke sind immer so sperrig. Gleich die erste Frage, Rucksack oder Umhängetasche?

Kommen wir zum Wesentlichen, was ist denn so drin in meiner Tasche?

*auspack*

  1. Digitalkamera
    Tafelbilder abzeichnen? Wie 90er ist das denn bitte?
    Ein Foto ist wesentlich effektiver, das wird dann gleich, mit Hilfe von Open Office, in ein Lernscript verwurstet.
  2. Deo
    Muss man dabei haben!
    Wer weis wann man wieder zum Duschen kommt :-)
  3. Maus
    Eines vorweg, ich mag sie nicht. Ich kaufe mir kein Notebook um es dann mit einer Maus zu bedienen. Ihr erinnert euch sicher noch an meinen Siemensartikel. Versucht mal Step 7 ohne Maus zu bedienen ...
    Dann wisst ihr, warum ich das Teil mit mir herumschleppe. (Ich werde schon wieder zornesrot)
  4. Cross-over Kabel
    Auch extrem wichtig, ich habe es zwar erst zweimal gebraucht, da wars aber dringend. Man sollte wirklich immer in Cross-over Kabel dabei haben ;-)
    Es macht wenig Spaß ein paar GB Daten (VirtalBox Image zum Beispiel) über ein W-LAN zu kopieren.
  5. Füller
    Der ist immer dabei, ich habe ja schon einmal ausführlich darüber geschrieben.
  6. Killer
    Wenn ich mich mal wieder verrechnet habe. Ich muss sagen, der Gestank von dem Ding ist immer noch so widerlich wie damals.
  7. Kugelschreiber
    Backup für den Füller, gerade in Klausuren unverzichtbar.
  8. Backup-Miene
    Ist euch schon einmal mitten in einer Klausur die Tinte ausgegangen? Seit mir das einmal passiert ist, habe ich immer eine Backupmiene dabei.
    Ihr seht, ich habe da einen kleinen Tick.
  9. Bleistifte
    Zum Zeichnen von hochkomplexen Diagrammen.
  10. Radierer
    Zum Ausradieren von falsch gezeichneten hochkomplexen Diagrammen.
  11. Taschenrechner
    Wichtigstes Utensil. Falls ihr euch einen kaufen wollt, ich kann den Casio fx991 ES wärmstens empfehlen. Wenn ihr diesen Rechenr habt oder ein paar Infos dazu braucht, schaut euch mal diese Videos an. Eigentlich könnte ich auch mal über meinen Taschenrechner schreiben. Der rockt echt hart.
  12. UMTS-Stick
    Wenn mal wieder länger dauert.
    Hat mir schon oft aus der Patsche geholfen. Instantinternet ist sehr praktisch!
    Ggerade wenn man im Kaffee sitzt, die Schulstunde langweilig ist,  man noch ein bissel Zeit zwischen Arbeiten und Schule hat, und, und, und.
    Seit ich das Teil habe, möchte ich nicht mehr darauf verzichten.
  13. Asthmaspray
    Brauche ich für meine Ninja Ausbildung (Karate Kid).

Zu guter Letzt und extra erwähnt, mein MacBook. Das ist eigentlich immer am Start, die Tasche hat praktischerweise ein extra Notebookfach. Dazu komme noch mein Ordner und ne Flasche Gerolsteiner. Das wars dann eigentlich.
Schlüssel, Hand und Geldbeutel brauche ich ja nicht extra zu erwähnen.

So, jetzt seid ihr dran!
Was befindet sich in eurer Tasche? Schleppt ihr auch einen Haufen Zeug mit euch rum oder geht ihr nur mit Schlüssel und Kreditkarte aus dem Haus? Wenn ihr wollt, nehmt euch das Stöckchen einfach mit. Nur Shakkes und Madame_Hutch müssen antworten ;-)

thinkJD

2Sep/108

Warum ich Simatic verabscheue

Nachdem ich jetzt über alle Nachrichtenkanäle rausgeblasen habe, wie sehr ich Siemens hasse, ist es wohl an der Zeit zu schreiben woran das genau liegt.
Wenn ich sage, ich kann Siemens nicht leiden, bezieht sich das vor allem auf ihre SPS oder besser gesagt auf das Simatic System.

Jaja, ich könnte jetzt auch über die Überwachungstechnik, die sie für den BND bauen schreiben oder die Handys, welche am Anfang tatsächlich herausragend waren, später aber zu Elektroschrott verkommen sind. Tu ich aber nicht, ich versuche Siemens im Alltag bestmöglich zu vermeiden.
Beruflich ist das aber oft nicht so einfach ...

Vielleicht wollt ihr vorher noch wissen, was eine SPS eigentlich ist:

Das ist ein kleiner Computer, welcher hauptsächlich in der Automatisierungstechnik benutzt wird. Er erfüllt besondere Anforderungen wie große Ausfallsicherheit, lange Verfügbarkeit und ein paar Sicherheitsfeatures. Viel kann sie nicht, so eine SPS. Sie ist in etwa mit einem Mikrokontroller vergleichbar.
Sie besitzt einige digitale (oder analoge) ein und Ausgänge, welche mit Modulen erweitert werden können.
Diese kann man im Programm lesen, verarbeiten und wieder ausgeben.
Typisch für eine SPS ist die Vorgehensweise wie die Daten bearbeitet werden.
Zuerst werden alle Eingänge gelesen, dann schiebt die CPU einmal das Programm über diese Eingangsdaten. Was am Ende raus kommt, wird dann an die Ausgänge geschrieben. Das wars auch schon im Großen und Ganzen.
Natürlich gibt es noch allerlei Erweiterungsmodule wie Ethernet oder Touchscreens, diese sind meist extrem überteuert und man muss schon ein extremer Masochist sein, um die Dinger komfortabel zu finden.

Ich habe schon einige Programme, sowohl für den PC als auch für SPS oder Mikrokontroller geschrieben. Eins kann ich euch sagen, diese Siemensteile sind echt ein Krampf!

Dabei hatten sie eine so gute Idee:

Sie wollten Jedem (dummerweise wirklich Jedem) ermöglichen ein Programm zu schreiben. Die Lernkurve sollte dementsprechend flach und die Entwicklungsumgebung weitestgehend selbsterklärend sein.Das hat so weit auch ganz gut geklappt, zumindest wenn man noch nie ein Programm, in welcher Sprache auch immer, geschrieben hat.

Damit sind wir schon beim Thema, hat man schon einmal ein Programm geschrieben und seinen eigenen Stil entwickelt, kommt man schnell, ja sogar sehr schnell an einen Punkt, an dem man das Ding am Liebsten mit einem Hammer bearbeiten möchte bis es keine müdes Blinken mehr von sich gibt (oder einen Absturz ohne jeglichen Debughinweis).

In ihrem Masterplan, jedem Programmieren zu ermöglichen haben sie FUP den Funktionsplan ersonnen. Dabei hat man ähnlich wie bei Lego Mindstorms Funktionsblöcke (und, oder, nicht, Vergleicher, Zähler, Speicher usw.) die man sich in einem "Netzwerk" zusammen klickt.
Wie wir alle wissen, arbeitet ein Computer zeilenweise den Code ab, sodass man bei dieser Klickaktion einige Feinheiten beachten muss. Natürlich kommt man da nicht von selbst drauf, Siemens will schließlich teure Kurse verkaufen. Hält man sich nicht daran, verhält sich das Programm irgendwie komisch und du findest den Fehler nicht, da du nicht sehen kannst, was hinter den Kulissen passiert. Clever oder?

Macht aber nix, es gibt ja noch AWL (Anweisungsliste), eine Assembler ähnliche Sprache, mit der man sich durchaus Anfreunden kann. Leider kann man sie nicht richtig benutzen, man muss schließlich auf die Rückübersetzbarkeit in FUP achten. Dass dies Reibungslos funktioniert, muss man wieder Regeln beachten, welche mit der eigentlichen Programmlogik rein gar nichts zu tun haben. Ich könnte euch jetzt mit Beispielen langweilen, das können wir aber auch in den Kommentaren machen falls es interessiert.

Aber warum das Ganze?

  • Weil man den Leuten, anstatt ihnen zu zeigen, wie man programmiert, lieber ein paar bunte Bildchen hinlegt, sodass sie später an Grenzen stoßen, die sie mit Logik nicht mehr aus der Welt schaffen können?
  • Weil man überteuertes Zubehör für die grundlegendsten Funktionen verkaufen will?
  • Weil man sich durch besondere Innovation (Bwaaahahahahaha!!!) von den Mitbewerbern abheben will.
  • Weil man immer noch nicht gecheckt hat, dass es mehr sinn macht Fachleute auszubilden, anstatt irgendjemanden vor so ein Projekt zu setzen, um hinterher den Scherbenhaufen zusammenzukehren?

Wem nützt das?

Zum glück geht es auch anders, mit einem einfachen PC oder wenn die Features der SPS sehr wichtig sind, ein PC für Industriellen Einsatz mit einer speziellen SPS-Karte. Diese kümmert sich dann auf unterster Ebene um Sicherheitsfeatures, Laufzeitüberwachung und Ausfallsicherheit. Ihre Befehle erhält sie aber von einem Programm weiter oben in der Hirarchie.

Ich zum Beispiel habe hier einen PC mit Interbuskarte, darüber habe ich mir eine Klasse gestrickt von der alle "Ich will etwas mit dem Bus tun"-Klassen erben.
Am Bus selbst hängen Eingabe und Ausgabemodule. Die Steuerung (also die Schrittketten) selbst ist in C# geschrieben und läuft in einem extra Thread in ner Do Schleife (System.Threading.Thread.Sleep(20) nicht vergessen ;-) ). Auf meine Steuerung kann ich mit einem Formular und meiner Maus ganz einfach und ultraflexibel zugreifen.

"Kostenlos" dazu habe ich ein 17" Anzeigepanel, beliebige ein und Ausgabegeräte, Reports, Datenbankanbindung, Loging, und Fernzugriff. Ich kann Etiketten drucken, Berechnungen durchführen  und die Anlage sehr günstig erweitern.
Die Bediener der Anlage haben eine Hilfefunktion, menügeführte Fehlersuche, umfangreiche Statusinformationen, Debugmeldugen und, und, und...
Alle diese Features kosten ein paar Zeilen Code, der sich eh schon in irgendeinem anderen, früheren Projekt findet.

Bei Siemens müsste ich mich tagelang durch die wirklich unkomfortable, jämmerliche, Windows 95 Like IDE quälen.
Bausteine in UnterUnterUnterMenüs suchen und für lockere 5000€ Zubehör kaufen, um annähernd dieselbe Funktionalität zu bekommen.
Natürlich nur wenn die Software nicht gerade irgendein DRM Problem hat oder zwei Stunden lang ein 300MB Update einspielt.

Es ist mir total unverständlich, wie man auf so etwas setzen kann!

So, genug gerantet. Wie stehts mit euch? Habt ihr schon einmal mit diesem "Spitzenprodukt" gearbeitet?
Kennt ihr den unschlagbaren Vorteil, der mir in verborgen geblieben ist?
Habt ihr den Knall gehört?
Ich freue mich auf eure Kommentare.

thinkJD