SMD Löten? Kein Problem!
Gut, jeder der es zum ersten Mal versucht hat wird die Überschrift ein wenig belächeln. Aber es stimmt, jeder kann SMD löten, man muss nur wissen wie. In dem folgenden Video könnt ihr euch ein paar Tipps und Tricks abschauen.
Gerade um ICs zu löten, solltet ihr euch eine Tube Löthonig besorgen. Dieser verhindert, wenn man die Pads damit einkleistert, zuverlässig Brückenbildung. So könnt ihr einfach mit der Lötspitze an den Pins vorbeifahren und Lot zuführen. Die Pins bleiben dabei sauber getrennt.
Wie das genau ausschaut, zeige ich euch natürlich auch noch:
httpvh://www.youtube.com/watch?v=FGr3GRQdZZc
So und jetzt viel Spaß beim brutzeln
Gefunden auf: DangerousPrototypes
thinkJD
Eine verdammt helle LED!
Kennt ihr die erste Regel im Umgang mit ICs?
Richtig, das Datenblatt lesen! Was passiert wenn man das mal eben sein lässt, will ich euch in diesem Artikel erzählen.
Außerdem erwarten euch noch einige Informationen zum Thema LED und deren Ansteuerung. Habt ihr Fragen? Dann packt sie in die Kommentare, wenn ich kann werde ich sie euch beantworten.
Ich habe mir drei wirklich helle LEDs bestellt. Je eine Rote, eine Grüne und eine Blaue. So kann man mit geschickter Ansteuerung viele verschiedene Farben, aus dem sichtbaren Spektrum, darstellen.
Die LEDs sitzen, zwecks besserem Handling, ?bereits auf einer Adapterplatine um die Linse und den Kühlkörper anzubringen.
Kühlkörper? Ja richtig, die Teile benötigen einen Kühlkörper.
Immerhin werden sie mit bis zu 700 mA Strom betrieben, was das Silizium bei 3V Spannungsabfall schon reichlich zum Schwitzen bringt.
Für die Rechenfaulen unter euch 700mA X 3V = 2,1W und da ist noch nicht Ende der Fahnenstange
Auch die Ansteuerung solcher Monster ist nicht so trivial wie man vermutet. Ein einfacher Vorwiderstand, wie ich es in diesem Artikel beschrieben habe, kann man aus wirtschaftlichen Gründen nicht benutzen. Bei so hohen Strömen würde man unnötig viel Energie "verheizen". Eine Spannungsregelung ist bei LEDs dieser Größe ist auch nicht Mittel der Wahl, da die Kennlinie sehr steil ist (wie bei allen Dioden) und bereits kleine Spannungsschwankungen nahezu gigantische Stromschwankungen mit sich bringen.
Will man es richtig machen, regelt man den Strom durch die LED. Dazu gibt es einige sehr gute Treiber ICs, man muss das Rad ja nicht neu erfinden. Ich habe mich entschieden den ZXLD1360 zu benutzen.
Ein wirklich tolles IC mit einigen interessanten Features:
- Er befeuert LEDs mit bis zu einem Ampere
- Der Ausgangsstrom kann auf einen Maximalwert begrenzt werden
- Bis zu einem Megaherz PWM-Frequenz
- Ein sehr geringer Aufwand an externen Bauteilen
- Und zuletzt der Knackpunkt dieses Artikels, er besitzt einen Tri-State Inputpin
Jetzt muss ich natürlich kurz erklären was Tri-State bedeutet.
In der Digitaltechnik wird keineswegs nur zwischen 0 und 1 unterschieden, es gibt noch einen dritten Zustand. Nennen wir ihn der Einfachheit halber mal IchBinWeg-Zustand.
In der C-Mos Technik wird eine logische 0 nicht durch 0V dargestellt, sondern durch 0 bis 1,5V eine logische 1 entspricht einem Pegel von 3,5V bis 5V alles dazwischen wird undefinierter Zustand genannt und sollte tunlichst vermieden werden.
Der dritte Zustand ist einfach hochohmig, kein Pegel vorhanden, der PortPin ist quasi weg. (Ich hoffe man versteht das so wie ich es beschreibe)
Jetzt besitzt das wunderbare Treiber IC also einen solchen Eingang. Logisch 0 bedeutet die LED ist aus. Hochohmig bedeutet die LED wird mit dem in der Schaltung vorgegeben Maximalstrom betrieben und Logisch 1 bedeutet die LED wird mit maximalem Strom betrieben.
Ihr ahnt sicher schon was kommt. Ich habe diesen Umstand einfach großzügig überlesen und die LED bei einem Ampere schön knusprig gebraten.
Daher immer ja wirklich immer das Datenblatt lesen!
Fuuuuuuuuuuuuuu!!!!!
Vielleicht wollt ihr noch wissen warum es so eine Option überhaupt gibt, wenn man damit die LED schrotten kann.
Nun das ist ganz einfach. Um eine LED zu dimmen benutzt man PWM, dabei wird der Strom gepulst, um so länger die Pulse in einem festgelegten Zyklus um so heller leuchtet die LED.
Wie das genau funktioniert kann ich gerne mal in einem extra Artikel erklären. Wenn man mehrere LEDs betreiben will, aber nur wenige Ausgänge zur verfügung hat, kann man diese multiplexen.
Das bedeutet man schaltet LED1 an, dann LED2, dann LED3, immer nacheinander. Das Auge ist so träge, dass es von dem schnellen Schalten nichts mit bekommt. Der unangenehme Nebeneffekt ist, dass diese Signalform wie PWM wirkt. Die LED wird immer dunkler wahrgenommen, da sie nicht mehr so viele Photonen aussenden kann (sie ist ja seltener eingeschaltet). Dem kann man entgegenwirken, indem man die LED mit einem höheren Strom betreibt.
Es ist also zulässig einen größeren Strom anzulegen, allerdings nur für eine gewisse Zeit. Diese Zeit ist im Datenblatt angegeben und beträgt je nach Strom maximal ein paar Millisekunden.
Überschreitet man diesen heiklen Grenzwert, verabschiedet sich die LED blitzartig in den Failhimmel.
Man sollte bei solchen Späßen auch immer auf sein Programm achten. Eine Schleife, die zu lange dauert, kostet euch genau wie ein Freeze die LED. Ein Watchdog oder gut ausgetestet Interrupt Routinen sind Pflicht, zumal die LEDs nicht gerade billig sind.
Ich hoffe euch hat der Artikel gefallen und ich kann ähnliche Fails bei euch vermeiden
thinkJD
just another Twitter Client
Wisst ihr warum die serielle Schnittstelle unter Unix /dev/tty heißt?
TTY leitet sich von Teletype ab, die Firma Teletype vertrieb sehr erfolgreich solche Fernschreiber.
Sie funktionieren genau wie ein serielles Terminal. Die Tastatur beinhaltet den Sender, das Druckwerk den Empfänger. Geschriebener Text wurde durch die Telefonleitung geschickt und am anderen Ende sofort ausgegeben. Die Jungs von NYC-Resistor, haben eine fünfzig Jahre alte Teletype Model 15, zu einem extrem coolen Twitter Client umgebaut:
Könnte ich mir auch bestens in meinem Wohnzimmer vorstellen. Abends ein Buch, bei dem beruhigenden Klackern der Teletype. Ach ich komme schon wieder ins schwärmen
thinkJD
#GTD ein Selbstversuch
Auf den Conference Recordings des 24C3 habe ich zum ersten Mal etwas von GTD (Getting Things Done) gehört.
Damals dachte ich nur, was ist das für ein Typ? Der verplant sein ganzes Leben und hat noch Spaß daran. So ein Spießer! Einzig die PocketMods fand ich interessant.
Am nächsten Tag habe ich mir gleich mal einen gebastelt und ausprobiert, ob ich damit arbeiten kann.Nach wenigen Tagen war ich begeistert, einfach alles aufschreiben und vergessen. Die Pocketmods haben mich danach etwa ein Jahr immer begleitet. Ich habe sie allerdings nur als einfache Todo-Listen benutzt.
Vor kurzem kam ich dann auf die Idee doch mal TouchTodo auf meinem Handy zu installieren, das ist eine Projektverwaltungssoftware nach dem GTD-Prinzip. Und wieder bin ich begeistert! (Ich bin oft begeistert
)
Zuerst ist es lästig alles in die Software einzutippen, dann aber bemerkt man die Vorteile.
Man hat weniger Stress, da man sich voll auf die gerade anstehende Aufgabe konzentrieren kann, ohne Gedanken an die nächste Aufgabe zu verschwenden.
Aus dem gleichen Grund wird man auch schneller mit seinen Aufgaben fertig.
Kurz alles, was der Typ in dem Video sagt, hat sich bewahrheitet.
Ich werde auf jeden Fall weiter damit Arbeitund und in ein paar Monaten meine Erfahrungen Posten.
Testet es doch selbst einmal und sagt mir, was ihr davon haltet.
thinkJD


